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Zahlreiche Studien der letzten Jahre belegen, dass Bewegung die Gehirngesundheit fördert. Doch wie viel Bewegung ist nötig, um einen positiven Effekt zu erzielen? Frühere Untersuchungen zeigten, dass intensives und regelmäßiges Training die graue Substanz im Gehirn deutlich vergrößert. Die gute Nachricht ist jedoch: Aktuelle Erkenntnisse deuten darauf hin, dass bereits geringe, aber regelmäßige Bewegung positive Auswirkungen auf das Gedächtnis haben kann.

Schon 10 Minuten können viel bewirken

von Experten begutachtete Studie kürzlich in der Fachzeitschrift „ Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America bestätigt funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT).

Dies ergänzt frühere Forschungsergebnisse der Harvard Medical School, die zeigen, dass ein zügiger einstündiger Spaziergang zweimal wöchentlich das Volumen verschiedener Hirnregionen erhöht. Indirekt verbessert Bewegung Stimmung und Schlaf und reduziert Stress und Angstzustände. Probleme in diesen Bereichen verursachen oder tragen häufig zu kognitiven Beeinträchtigungen bei.

Kein Schwitzen erforderlich

Die Intensität des Trainings in der PNAS-Studie betrug 30 % der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max). Dieser Wert kann durch moderate Aktivitäten wie Tai Chi, Yoga oder sogar durch körperlich anstrengende Hausarbeit erreicht werden. In Kombination mit einer früheren Studie deutet die Untersuchung überraschenderweise darauf hin, dass leichte Bewegung wahrscheinlich vorteilhafter für das Gedächtnis ist als intensives Training.

Das ist eine gute Nachricht für ältere Menschen, die zwar häufiger unter Gedächtnisproblemen leiden, aber in der Regel regelmäßig kurze, leichte körperliche Aktivitäten ausüben können. Leichte Bewegung beugt zudem Muskel- und Gelenkverletzungen vor, die bei intensivem Training auftreten können.

Breitere Vorteile

In der PNAS-Studie hatte zehnminütiges Training auf einem Ergometer einen direkten und positiven Einfluss auf Gehirnscans: Die Stärke der für das Gedächtnis zuständigen neuronalen Signale wurde erhöht, was zu einer besseren Leistung bei einer Gedächtnisaufgabe führte. Auch wenn dies zunächst unbedeutend erscheinen mag, mehren sich die Hinweise darauf , dass Bewegungsmangel, vor allem durch langes Sitzen im Alltag, die Lebenserwartung verkürzt.

Da dies nicht speziell für Aktivitäten im Alter gilt, deutet es darauf hin, dass kurze und regelmäßige leichte Bewegung der Schlüssel zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheit für Menschen sein könnte, die lange Arbeitszeiten im Büro haben oder zu einem eher bewegungsarmen Lebensstil neigen.

Die physiologischen Vorteile von Sport

Die wichtigsten Vorteile von Bewegung ergeben sich direkt aus ihrer Fähigkeit, die Insulinresistenz zu verringern, Entzündungen zu reduzieren und die Freisetzung von Wachstumsfaktoren anzuregen – chemische Substanzen im Gehirn, die die Gesundheit der Gehirnzellen, das Wachstum neuer Blutgefäße im Gehirn und sogar die Anzahl und das Überleben neuer Gehirnzellen.

Kurz gesagt: Wenn Sie stundenlang sitzen, ist es ratsam, kurze Pausen einzulegen, um Ihre Glieder zu lockern. Und im Arbeitsalltag ist bekannt, dass ein kurzer Perspektivenwechsel die Kreativität und Problemlösungsfähigkeit steigert – ein Gewinn auf ganzer Linie!

Möchten Sie mehr über die Gesundheit des Gehirns erfahren? Dann schauen Sie sich auch diese Blogs an.

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