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Was einst reine Freizeitbeschäftigung war, entwickelt sich rasant zum Sport der Zukunft. E-Sport-Stars verdienen mittlerweile Gehälter, die mit denen von Spitzensportlern weltweit vergleichbar sind, und Prognosen zufolge werden ihre Einnahmen weiter steigen. Im ersten Teil dieses zweiteiligen Blogbeitrags gehen wir der Frage nach, was es mit dem E-Sport-Hype auf sich hat und ob der Status von „Cyber-Athleten“ als Sportstars von morgen gerechtfertigt ist.

Eine olympische Sportart?

eine mögliche ab 2020. Die Asienspiele gingen sogar noch einen Schritt weiter und kündigten , dass verschiedene eSports-Disziplinen offiziell in das Programm der Spiele 2022 aufgenommen werden. Ähnlich wie bei der Definition von Schach als „Sportart“ wird die Idee, Computerspiele mit Veranstaltungen wie dem Marathonlauf zu vergleichen, gelinde gesagt kontrovers diskutiert. Im Wesentlichen hängt es davon ab, ob man Sport als geistig oder körperlich definiert. Nichtsdestotrotz scheint der unaufhaltsame Aufstieg von eSports eine unaufhaltsame Entwicklung zu sein: Große Turniere füllen riesige Stadien und locken Preisgelder in zweistelliger Millionenhöhe. Man mag es kaum glauben, aber es werden mittlerweile sogar gebaut ausschließlich für eSports-Wettbewerbe

Wer schaut zu?

Vielleicht ist Ihnen das Konzept von Gaming als internationalem Großereignis nicht geläufig, was angesichts der Tatsache, dass Gaming-Fans häufig als „Geeks“ gelten, nicht verwunderlich ist. Das liegt vor allem daran, dass man, um ein Spiel richtig genießen zu können, in der Regel wissen muss, wie man es spielt. Daher ist es vorwiegend Sportunterhaltung für ein junges Publikum.

Dennoch gibt es unzählige Fans, insbesondere in Asien. Die schiere Anzahl der eSport-Zuschauer ist eindeutig beachtlich. So lockte beispielsweise ein kürzlich stattgefundenes „League of Legends“-Turnier allein in China über 100 Millionen Zuschauer . Jahr für Jahr ziehen die großen eSport-Titel immer größere Zuschauermengen an – eine Nachfrage, die das Internet mehr als decken kann. Verbesserungen in der Softwaretechnologie ermöglichen es sogar, viele eSport-Events kostenlos und in atemberaubender 4K-Auflösung direkt in der Spielengine zu verfolgen, was traditionelle Sportarten schlichtweg nicht bieten können.

Turning Pro

Zuschauerzahlen, die mit denen der größten Sportliga der Welt mithalten können, weckten natürlich das Interesse von Sponsoren und Werbetreibenden. Aus diesem Grund professionalisierte sich eSports bereits vor vielen Jahren, und Teams von Gamern, die in Wohngemeinschaften lebten und von Trainern betreut wurden, wurden zum Standard. Doch die Entwicklung geht rasant voran. Die größten eSports-Teams wenden sich nun der Sportwissenschaft zu, um ihr Spiel zu verbessern, und nutzen unter anderem NeuroTracker , um ihre mentale Leistungsfähigkeit zu steigern. Dieses Video gibt einen Einblick, wie Cyber-Athleten ihre mentalen Fähigkeiten mithilfe neuester kognitiver Trainingstechnologien trainieren.  

Obwohl kognitives Training als die neue Grenze der sportlichen Leistungsfähigkeit angesehen wird, wird es, wenn sich dieser Trend fortsetzt, tatsächlich eine Generation von Cyber-Athleten sein, die den Standard dafür setzen wird, wie man den Geist für optimale Leistung schult.

  • Reaktionsgeschwindigkeit – Gamer müssen in übermenschlichen Zeiträumen reagieren; schon eine Zehntelsekunde Verzögerung und das Spiel ist vorbei. Cyber-Athleten sind wahrscheinlich die schnellsten Denker der Welt.
  • Entscheidungsfindung – die meisten Spiele sind darauf ausgelegt, für jede Aktion mehrere Ergebnisse zu präsentieren, wobei jede Entscheidung die Ergebnisse exponentiell miteinander verknüpft.  
  • Strategisches Denken – viele Spiele haben ausgefeilte Strategieelemente im Kern, wobei Ressourcenmanagement, Geschicklichkeitsplanung und komplexe Teamwork-Mechaniken oft über den Ausgang von Wettkämpfen entscheiden.
  • Arbeitsgedächtnis – Beim Gaming geht es darum, riesige Mengen eingehender Sinnesinformationen zu verarbeiten und in konkrete Aktionen umzusetzen. Unmengen an Informationen müssen in jedem Moment verarbeitet werden.
  • Motorische Fähigkeiten – bei rasanten Spielen wie Ego-Shootern müssen die Fähigkeiten im Umgang mit der Maus bis auf den Millimeter genau sein. Auch Tastendrücke müssen präzise und oft in Kombination ausgeführt werden.
  • Die Ausführung von Aktionen – gemessen in „Aktionen pro Minute“ – erfordert im Profibereich ein außergewöhnliches Maß an Präzision bei der Steuerung der Spielelemente. Top-Spieler erreichen bekanntermaßen bis zu 600 Aktionen pro Minute (10 Aktionen pro Sekunde) – und das bei all den oben genannten Anforderungen!

Das Ganze zusammenfügen

Ein hervorragendes Beispiel für die Notwendigkeit, diese mentalen Fähigkeiten zu kombinieren, ist das Echtzeit-Strategiespiel StarCraft II. In diesem Spiel muss der Spieler Hunderte von Einheiten steuern: Er errichtet Verteidigungsanlagen und sammelt Ressourcen, um Soldaten auszubilden, stellt Truppen für den Kampf zusammen und greift dann an mehreren Fronten an und verteidigt sich. Das Spielprinzip basiert auf dem Schere-Stein-Papier-Prinzip, wodurch jede blitzschnelle Entscheidung weitreichende Konsequenzen hat.

Diese Profi-Gamer trainieren ihren Geist zehn Stunden oder mehr am Tag und nehmen ihren Sport extrem ernst. Es sind nun professionelle Gamer – und nicht mehr Kampfpiloten, Astronauten oder Schachspieler –, die neue Maßstäbe in Sachen mentaler Leistungsfähigkeit setzen.  

Im zweiten Teil dieses Blogbeitrags beschäftigen wir uns mit den verschiedenen Arten von eSports sowie den dahinterstehenden Unternehmen, die die nächste Generation von E-Sportlern fördern. Und falls Sie verstehen möchten, wie Gamer ihre geistigen Fähigkeiten so weit entwickeln können, lesen Sie unseren aktuellen Blogbeitrag zum Thema Neuroplastizität.

Die bemerkenswerte Neuroplastizität Ihres Gehirns

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