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NeuroTrackerX Team
22. September 2025
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Ein äußerst origineller Debütfilm von Giulio Bertelli

Giulio Bertelli. Bildnachweis: Brigitte Lacombe

Giulio Bertelli ist ein italienischer Segler, Filmemacher und Unternehmer. Er ist der Sohn von Miuccia Prada und Patrizio Bertelli, den Gründern der Prada-Gruppe, entschied sich aber, seinen eigenen Weg abseits der Modewelt zu gehen. Seine Karriere begann er im Hochleistungssegeln, wo er mit Luna Rossa und an Hochseeregatten wie dem Ocean Race. Neben dem Sport widmete er sich dem Design und studierte Architektur an der Architectural Association in London.

Mit seinem Spielfilmdebüt „Agon“ betritt Bertelli nun die Kinowelt auf seine ganz eigene Art. Ausgehend von seiner Erfahrung im Spitzensport und seinem Gespür für Design hat er einen Stil entwickelt, den er selbst als „Technorealismus“ bezeichnet – eine Mischform aus Dokumentarfilm und Fiktion, die Identität, Leistung und die psychologischen Kosten des Wettkampfs hinterfragt.

Kritikerlob und Rezeption

Agon feierte seine Premiere bei der Internationalen Filmkritikerwoche in Venedig, wo er den Luciano-Sovena-Preis für die beste unabhängige Produktion. Er wurde von Kritikern für seinen unorthodoxen, vielschichtigen Ansatz gelobt:

  • Cineuropa beschrieb den Film als „ein atmosphärisches Debüt, das um drei parallele Porträts von Sportlerinnen aufgebaut ist, die unterschiedliche Schattierungen von Zerbrechlichkeit und Stärke verkörpern“.
  • ScreenDaily bezeichnete es als „ein faszinierendes italienisches Debüt… ein dokumentarisch angehauchtes Drama, das die Grenzen zwischen Sport und Performancekunst verwischt“.
  • Vanity Fair bezeichnete es als „ein technorealistisches Experiment, das die Mythologie der Sporthelden demontiert und Einsamkeit, Verletzungen und die psychologischen Kosten des Wettkampfs offenbart“.
  • Vogue hob hervor, wie der Film „Sport als Mittel zur Darstellung von Identität und Widerstandsfähigkeit neu definiert, anstatt als Spektakel“.

Diese Einschätzungen unterstreichen Agonals Film, der psychologische Tiefe, körperliche Risiken und die innere Welt der Athleten in den Vordergrund stellt, anstatt traditionelle Erzählungen von Sieg oder Überwindung.

Ein Blick auf NeuroTracker

Eine der faszinierendsten Sequenzen für alle, die sich mit kognitivem Training auskennen, findet sich in einer kurzen Fechttrainingsszene. Hier stellt ein Trainer NeuroTracker, ein 3D-Wahrnehmungstrainingsgerät, und erklärt dem Athleten:

„Denken Sie daran: Die Augen sind die Videokamera des Gehirns. Der Sehnerv ist das, was mit dem Gehirn interagiert.“

Bertellis Entscheidung, NeuroTracker basiert auf seinen eigenen Erfahrungen. Als Segler trainierte er mit NeuroTracker , um seine mentale Konzentration und Aufmerksamkeit zu stärken – Fähigkeiten, die für die Entscheidungsfindung unter Druck auf dem Wasser unerlässlich sind. Aufgrund dieser praktischen Erkenntnisse NeuroTracker nahtlos in Agon und verdeutlichte, wie kognitives Training mit Spitzensport zusammenwirkt.

Nachdem Bertelli um Erlaubnis zur Veröffentlichung gebeten hatte, empfing er Jonathan, den CEO von NeuroTracker, und seine Familie während ihres Urlaubs freundlich in seinem Studio in Italien. Der Besuch unterstrich den kooperativen Geist hinter den Kulissen.

Schlussbetrachtung

Agon ist kein herkömmliches Sportdrama. Vielmehr fungiert der Film als Meditation über Leistung, Opferbereitschaft und Identität. Er hinterfragt das Sichtbare und Unsichtbare im Sport – sowohl in Bezug auf die körperliche Anstrengung als auch auf die psychische Belastung – und regt die Zuschauer dazu an, darüber nachzudenken, inwieweit der Weg des Athleten von äußeren Erwartungen oder von inneren Kämpfen geprägt ist.

Für ein Publikum, das offen für Mehrdeutigkeit und ein bedächtiges Erzähltempo ist, Agon einen eindringlichen und manchmal beunruhigenden Blick darauf, was es bedeutet, im Wettbewerb zu stehen, Leistung zu erbringen und durchzuhalten.

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