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Die Leistungsschleife

Wenn Basketballspieler auf dem Spielfeld stehen, sind sie mit vielfältigen Situationen konfrontiert, die kognitive Verarbeitung und Entscheidungsfindung erfordern. Dieser Prozess wird als Leistungskreislauf bezeichnet. Woraus besteht der Leistungskreislauf?

  • Sehen: Zunächst erfasst das Auge rohe visuelle Informationen auf der Netzhaut, die dann an das visuelle Verarbeitungszentrum des Gehirns weitergeleitet werden.
  • Wahrnehmung: Anschließend verarbeitet das Gehirn die eingehenden Rohdaten und trennt die wichtigsten visuellen Reize von Störfaktoren und unnötigen Informationen.
  • Kognition: Sobald die eingehenden Informationen priorisiert sind, kann das Gehirn die Situation bewerten und mögliche Optionen abwägen. Bei diesem Entscheidungsprozess greift das Gehirn auf das Kurz- und Langzeitgedächtnis sowie auf frühere Erfahrungen zurück, um die bestmögliche Vorgehensweise zu bestimmen.
  • Ausführung: Dieser Schritt spiegelt die körperlichen Fähigkeiten des Spielers wider. Der Großteil des Trainings konzentriert sich auf diesen Aspekt, mit Übungen zur Verbesserung der Fertigkeiten. Das Ergebnis sind in der Regel verbesserte Fertigkeiten, die Entscheidungsfindung hat sich jedoch möglicherweise nicht verbessert.

Die Elite gegen die Guten

Wenn man an die absolute Elite in der Geschichte des Basketballs denkt, kommen einem sofort zwei Spieler in den Sinn: Michael Jordan und der kürzlich zurückgetretene Kobe Bryant. Obwohl ihre Spielweise sie den meisten anderen um Längen voraus hatte, machte sie ihre einzigartige Fähigkeit, Spielzüge zu lesen und Situationen zu verstehen, zu den Besten aller Zeiten.

Visuelle Verfolgungsgeschwindigkeit – ein Indikator für die Leistungsfähigkeit?

In einer unabhängigen Studie wurde die Geschwindigkeit der visuellen Verfolgung mit NeuroTracker gemessen und mit basketballspezifischen Leistungen (Assists, Ballverluste, Verhältnis von Assists zu Ballverlusten, Steals) korreliert. Aufgrund eines statistisch signifikanten Ergebnisses bestanden höchstwahrscheinlich Zusammenhänge zwischen der Geschwindigkeit der visuellen Verfolgung und Assists, Steals sowie dem Verhältnis von Assists zu Ballverlusten.

Diese Studie und ihre Ergebnisse bergen ein enormes Potenzial zur Leistungssteigerung im Basketball. Die Studie zeigt, dass ein Programm zur Verbesserung der visuellen Wahrnehmungsgeschwindigkeit die Leistung im Spiel positiv beeinflussen kann. Dies wird als Ferntransfer bezeichnet: Ein Trainingsprogramm, das nicht im sportlichen Kontext stattfindet, kann seine Ergebnisse dennoch auf das Spielfeld übertragen. Darüber hinaus könnte die Studie Scouts zusätzliche Informationen liefern, die ihnen bei der Auswahl besserer Spieler für bestimmte Positionen helfen, da die Studie zeigte, dass Spieler im Backcourt mit hoher Wahrscheinlichkeit bessere Leistungen in Bezug auf die visuelle Wahrnehmungsgeschwindigkeit erzielen als Spieler im Frontcourt.

Wahrnehmungs- und kognitives Training – die Zukunft des Sporttrainings?

Wahrnehmungs- und kognitives Training, wie beispielsweise NeuroTracker, wird von Spitzenvereinen wie Manchester United, den Atlanta Falcons und Montreal Impact eingesetzt. Studien haben zudem mögliche positive Auswirkungen von NeuroTracker auf Fußball und Basketball aufgezeigt. Die Zeiten, in denen ausschließlich auf dem Spielfeld trainiert wurde, sind längst vorbei. Der Weg zum Spitzensportler ist heute ein umfassendes Programm, das Training auf dem Spielfeld, körperliches Training abseits des Spielfelds und – seit Kurzem – kognitives Training kombiniert. Seit Jahren gibt es immer wieder Sportler, die scheiterten: Spieler, die in unteren Ligen großes Talent zeigten, aber auf dem höheren Niveau nicht mithalten konnten. Wahrnehmungs- und kognitives Training könnte ihnen bessere Erfolgschancen bieten.

Studie zur visuellen Verfolgungsgeschwindigkeit

Entdecken Sie die unabhängige Studie, die den Zusammenhang zwischen der Geschwindigkeit der visuellen Verfolgung (NeuroTracker) und basketballspezifischen Leistungskennzahlen bei NBA-Spielern

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