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Altern wird oft im Sinne des Verfalls diskutiert.
Langsamere Reaktionen. Vermindertes Gedächtnis. Veränderungen des Gleichgewichts, der Bewegungsfähigkeit, der Aufmerksamkeit und der Verarbeitungsgeschwindigkeit.
Diese Veränderungen sind real – aber sie können einen anderen Teil der Geschichte in den Schatten stellen.
Das alternde Gehirn kann möglicherweise noch eine beachtliche Fähigkeit besitzen, zu lernen, sich anzupassen und auf neue kognitive Anforderungen zu reagieren.
Dieses Potenzial wird leicht unterschätzt, da sich die meisten alltäglichen Messgrößen des Alterns auf das konzentrieren, was verloren gegangen ist, anstatt auf das, was sich noch ändern kann.
Eine wachsende Zahl von NeuroTracker -Studien bietet interessante Einblicke in diese Frage. In mehreren kleineren Studien zeigten ältere Erwachsene Hinweise auf fortgesetztes perzeptiv-kognitives Lernen, Verbesserungen spezifischer kognitiver Fähigkeiten und Zusammenhänge zwischen kognitiven Veränderungen und Funktionen, die für den Alltag relevant sind.
Diese Studien sind vorläufig, aber zusammengenommen deuten sie darauf hin, dass die kognitive Anpassungsfähigkeit ein wichtiger Bestandteil des gesunden Alterns bleiben könnte.
Wissenschaftliche Studie: Studie zum gesunden Altern: NeuroTracker Learning

In dieser Studie wiesen gesunde ältere Erwachsene zu Beginn eine geringere Leistung NeuroTracker auf als jüngere Erwachsene, verbesserten sich aber im Laufe von fünf Trainingswochen in ähnlichem Maße.
Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass eine geringere Ausgangsleistung nicht zwangsläufig eine reduzierte Lernfähigkeit bedeutete. Das Alter beeinflusste die Ausgangsleistung, während die Fähigkeit zur Verbesserung weitgehend erhalten blieb.
Dies ist eine hilfreiche Erinnerung daran, dass kognitives Altern nicht einfach nur ein fortschreitender Verlust ist. Selbst wenn sich die Fähigkeiten verändern, kann die Anpassungsfähigkeit erhalten bleiben.
Wissenschaftliche Studie: Studie zum gesunden Altern: Biologische Bewegungswahrnehmung

Nach NeuroTracker Training verbesserten sich bei gesunden älteren Erwachsenen die Fähigkeit, die Richtung eines punktförmigen menschlichen Fußgängers in einer nahen, sozial relevanten Entfernung einzuschätzen, während bei den Kontrollgruppen kein vergleichbarer Transfer zu verzeichnen war.
Die Erkenntnis ist besonders interessant, da die Wahrnehmung biologischer Bewegung eng mit alltäglichen Funktionen verknüpft ist. Die Interpretation der Bewegungen anderer Personen – wohin sie gehen, wie schnell sie sich nähern, was ihr Körper tut – ist ein wesentlicher Bestandteil der kontinuierlichen Navigation in sozialen und physischen Umgebungen.
Es liefert ein Beispiel dafür, wie kognitives Training über die eigentliche Trainingsaufgabe hinaus in eine andere Form der dynamischen visuellen Wahrnehmung hineinreicht.
Wissenschaftliche Studie: Studie zum gesunden Altern: Aufmerksamkeit und dynamisches Gleichgewicht

Ältere Erwachsene, die in der Gemeinde leben, verbesserten sich nach fünfwöchigem Training bei einer Aufmerksamkeitsaufgabe, und ein besseres Lernen NeuroTracker ging auch mit einer besseren Veränderung bei einem dynamischen Mobilitäts- und Gleichgewichtsmaß einher.
Dies beweist zwar nicht, dass das kognitive Training die Mobilitätsveränderungen direkt verursacht hat, aber der Zusammenhang ist bemerkenswert.
Aufmerksamkeit, Bewegung und Gleichgewicht werden oft als voneinander getrennte Fähigkeiten betrachtet. Im Alltag funktionieren sie jedoch selten unabhängig voneinander. Sich in einer Menschenmenge zu bewegen, die Richtung zu ändern, Hindernissen auszuweichen oder auf andere Personen zu reagieren, erfordert stets das Zusammenspiel von Kognition und Bewegung.
Die Studie bietet somit einen weiteren Einblick in die Zusammenhänge zwischen kognitiver Anpassungsfähigkeit und Fähigkeiten, die über den Bildschirm hinaus von Bedeutung sind.
Wissenschaftliche Studie: Studie zum gesunden Altern: Subjektiver kognitiver Abbau

In einer explorativen Studie mit älteren Erwachsenen mit subjektiven kognitiven Beeinträchtigungen war NeuroTracker -Training bei der Nachuntersuchung mit einer besseren Leistung verbunden als eine Kontrollgruppe ohne Training. Dies betraf verschiedene Messgrößen wie Gedächtnis, Arbeitsgedächtnis, Verarbeitungsgeschwindigkeit und kognitive Flexibilität.
Da in der Studie eine inaktive Kontrollgruppe verwendet wurde, können Placebo- und Erwartungseffekte nicht ausgeschlossen werden. Die Ergebnisse sollten daher mit Vorsicht interpretiert werden.
Selbst unter Berücksichtigung dieser Einschränkung ist die Bandbreite der beobachteten Veränderungen interessant, da sie eine grundlegendere Frage aufwirft: Wie viel kognitive Anpassungsfähigkeit bleibt im späteren Leben erhalten, insbesondere wenn das Gehirn einer anhaltenden und angemessen herausfordernden Stimulation ausgesetzt ist?
Ein Grund dafür, dass der kognitiven Anpassungsfähigkeit weniger Aufmerksamkeit geschenkt wird als dem kognitiven Abbau, ist, dass der Abbau leichter zu beobachten ist.
Wir merken es, wenn der Speicher langsamer wird.
Wir bemerken, wenn sich Reaktionen verändern.
Wir merken es, wenn Aufgaben, die einst einfach waren, plötzlich mehr Aufwand erfordern.
Anpassungsfähigkeit ist weniger sichtbar.
Sie offenbart sich erst, wenn das Gehirn gefordert wird, Zeit zum Lernen erhält und die Erfahrung wiederholt überprüft wird.
Das führt zu einer ganz anderen Denkweise über das Altern.
Statt nur zu fragen:
Welche Fähigkeiten nehmen mit dem Alter ab?
Wir können auch fragen:
Welche Fähigkeiten sind noch trainierbar und wie viel Anpassungspotenzial ist noch vorhanden?
Die oben genannten Studien liefern keine vollständige Antwort.
Zusammengenommen deuten sie jedoch auf eine ermutigende Möglichkeit hin: Ältere Gehirne verfügen möglicherweise über eine größere Lern- und Veränderungsfähigkeit, als die alltägliche Beobachtung vermuten lässt.
In den NeuroTracker Studien tauchen immer wieder dieselben Themen auf.
Ältere Erwachsene lernten weiterhin.
Die Trainingseffekte erstreckten sich auch auf andere Wahrnehmungs- und kognitive Bereiche.
Kognitive Veränderungen standen in Zusammenhang mit Aspekten der körperlichen Funktionsfähigkeit.
Und auch allgemeinere kognitive Fähigkeiten zeigten sich selbst bei Menschen, die bereits über kognitive Beeinträchtigungen klagten, als reaktionsfähig.
Dies sind erste Ergebnisse, kein endgültiger Beweis dafür, dass kognitives Training die Selbstständigkeit erhalten oder altersbedingten Abbau verhindern kann. Sie bieten aber einen nützlichen Einblick in etwas, das leicht übersehen werden kann:
Das alternde Gehirn ist nicht einfach ein System, dessen Leistungsfähigkeit nachlässt – es bleibt anpassungsfähig.
Die zukünftige Neurowissenschaft wird voraussichtlich ein wesentlich differenzierteres Bild davon liefern, wie diese Anpassungsfähigkeit gefördert, gemessen und später im Leben in sinnvolle kognitive Fähigkeiten umgesetzt werden kann.
Die uns heute vorliegenden Studien stellen möglicherweise nur einen kleinen Teil des Gesamtbildes dar. Sie deuten jedoch darauf hin, dass gesundes Altern nicht nur vom Schutz des Vorhandenen abhängt, sondern auch davon, wie viel Kapazität uns verbleibt, uns anzupassen und zu lernen, um unsere Lebensqualität im Alltag zu erhalten.
Zusammenfassungen von über 120 NeuroTracker -Studien finden Sie hier: NeuroTracker Science Portal
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Gehirn und Körper werden oft als getrennte Systeme betrachtet, doch die Forschung NeuroTracker deutet auf eine enge Verbindung zwischen ihnen hin. Dieser Übersichtsartikel untersucht, wie Wahrnehmung, Entscheidungsfindung, Aufmerksamkeit und Bewegung in den Bereichen Sport, Autofahren, Alterung, Ermüdung und motorische Leistungsfähigkeit zusammenwirken.
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