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Man stellt eine einfache Frage. Sie antworten nicht.

Du bietest Hilfe an. Sie wenden sich ab.

Dann kommen die Tränen leise. Oder der leere Blick. Oder das „Ist mir egal“, das ganz offensichtlich nicht stimmt.

Dies ist eine emotionale Abschaltung – eine Art Erstarrungsreaktion des Nervensystems, die bei hochbegabten Kindern mit ADHS häufig vorkommt.

Warum Kinder mit ADHS sich verschließen

1. Emotionale Überflutung

Ihr Gehirn registriert starke Emotionen als Bedrohung. Das Nervensystem schaltet in den Erstarrungsmodus (Christiansen et al., 2019).

2. Diskrepanz in der Verarbeitungsgeschwindigkeit

Sie können schneller denken, als sie ihre Reaktionen steuern können. Wenn die Worte versagen, schalten sie ab (Silverman, 1993).

3. Ablehnungssensitivität

Selbst leichte Korrekturen oder Frustrationen können Schamgefühle auslösen, die zu Schweigen, Rückzug oder Dissoziation führen können (Faraone et al., 2019).

➡️ Abschaltung ist kein Versuch, die Kontrolle zu behalten. Es ist ein Zusammenbruch.

Wie Eltern helfen können

Strategie 1: Sicherheit hat oberste Priorität

Drängen Sie sie nicht zum Reden. Beginnen Sie damit, die Sicherheit ihres Nervensystems wiederherzustellen.

Probieren Sie Folgendes:

  • Setzen Sie sich ohne Druck neben sie
  • Bieten Sie einen beruhigenden Gegenstand an (Kuscheltier, warmes Getränk, beschwerten Gegenstand)
  • Sag: „Du musst noch nicht reden. Ich bin einfach hier bei dir.“

Wenn sie sich sicher fühlen, werden sie zurückkehren.

Strategie 2: Beratung mit Schwerpunkt auf ADHS

Kinder, die sich verschließen, brauchen Hilfe, um zu lernen, was ihr Körper ihnen sagt.

Im Beratungsgespräch gehen sie behutsam darauf ein:

  • Der Unterschied zwischen leise und abgeschaltet
  • Wie man signalisiert: „Ich bin überfordert“, bevor man zusammenbricht
  • Wie man Tränen oder Erstarren als Zeichen von Stärke und nicht von Scham umdeuten kann

Mit einem auf ADHS spezialisierten Therapeuten entwickeln Kinder Sprachkenntnisse und Ausdrucksfähigkeiten.

Strategie 3: Neurofeedback zur Regulation

Chronische Überlastung schlägt sich in veränderten Hirnmustern nieder. Neurofeedback hilft, die Reaktivität zu beruhigen und die Flexibilität zu verbessern.

Die Protokolle können Folgendes umfassen:

  • Alpha-Training zur Regulierung der emotionalen Intensität
  • SMR zur Stabilisierung der Erregung
  • Mittellinientraining zur kognitiv-emotionalen Integration

Studien zeigen, dass Neurofeedback die Emotionsregulation verbessert und Rückzugsverhalten bei Kindern mit ADHS reduziert (Arns et al., 2014; Christiansen et al., 2019).

Für Eltern, die nach umfassenderen Ansätzen suchen, können kognitive Trainingsinstrumente wie NeuroTracker unterstützen die Aufmerksamkeit und Resilienz bei ADHS.

Schlussbetrachtung

Abschalten ist kein Zeichen von Willensschwäche. Es ist ein Signal.

Mit den richtigen Hilfsmitteln kann Ihr Kind lernen, innezuhalten, sich auszudrücken und sich zu erholen – ohne sich zu schämen.

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Häufig gestellte Fragen

F: Wie kann ich den Unterschied zwischen einem stillen Kind und einem Kind, das sich zurückzieht, erkennen?
A: Ruhige Momente sind freiwillig und oft erholsam. Rückzug tritt plötzlich als Reaktion auf Stress auf und äußert sich in leerem Blick, Rückzug oder Sprachverweigerung.

F: Soll ich mein Kind während eines Shutdowns zum Sprechen drängen?
A: Nein. Druck verschlimmert den Shutdown oft. Schaffen Sie zuerst Sicherheit – wenn sich das Nervensystem beruhigt, kann das Kind wieder Kontakt aufnehmen.

F: Kann ein auf ADHS ausgerichtetes Training wirklich bei Abschaltphasen helfen?
A: Ja. Sowohl Beratung als auch neurokognitive Methoden wie Neurofeedback oder Aufmerksamkeitstraining können Kindern helfen, Fähigkeiten zur Emotionsregulation und zum Ausdruck von Emotionen zu entwickeln, bevor Überforderung zum Zusammenbruch führt.

F: Bedeutet Rückzug, dass mein Kind trotzig ist?
A: Nein. Rückzug ist kein Trotz – es ist eine Schutzreaktion des Nervensystems. Dies zu erkennen, hilft, Schamgefühle abzubauen und Vertrauen aufzubauen.

Referenzen

  • Arns, M., Heinrich, H. & Strehl, U. (2014). Evaluation von Neurofeedback bei ADHS: Die Langzeiteffekte. Biofeedback and Self-regulation, 39(2), 107–113. Link
  • Christiansen, H., Hirsch, O., Albrecht, B. & Chavanon, M. L. (2019). Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung und Emotionsregulation im Lebensverlauf. Current Psychiatry Reports, 21(3), 1–11. Link
  • Faraone, SV, Rostain, AL, Blader, J, Busch, B, Childress, AC, Connor, DF & Newcorn, JH (2019). Fachliche Übersicht: Emotionale Dysregulation bei ADHS. Journal of Child Psychology and Psychiatry, 60(2). Link
  • Silverman, LK (1993). Beratung von Hochbegabten. Love Publishing Company. Link

Hinweis zur Querveröffentlichung

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Breakthrough ADHD und wird hier mit freundlicher Genehmigung erneut abgedruckt.

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