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Aufgrund der COVID-19-Beschränkungen beschloss eine Gruppe von Neurowissenschaftlern der University of Victoria zu untersuchen, ob NeuroTrackerX die Standards der in ihrer langjährigen Forschung verwendeten Laborversion erfüllen kann. Neben einer Machbarkeitsstudie wollten sie auch das Potenzial für den klinischen Ferneinsatz zur Beurteilung und Rehabilitation neurologischer Beeinträchtigungen wie Gehirnerschütterungen testen. Im Folgenden werden die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst.

Die Vorteile der Fernforschung

Abgesehen von den Herausforderungen, die Lockdowns für die Forschung zur Hirngesundheit und -leistung mit sich brachten, bietet die Fernforschung die Möglichkeit, Studien mit deutlich größeren Teilnehmerzahlen und erheblich reduzierten Kosten durchzuführen. Eine höhere Teilnehmerzahl erhöht die statistische Aussagekraft der Ergebnisse und ermöglicht es, ein breiteres Spektrum an Bevölkerungsgruppen und Gesundheitszuständen in einer einzigen Studie für vergleichende Analysen einzubeziehen. Zudem wird die Teilnahme an Forschungsstudien deutlich zugänglicher, was eine effizientere Rekrutierung ermöglicht und geografische Beschränkungen aufhebt.

Das Forschungsteam wies auch auf frühere Untersuchungen hin, die das vielversprechende Potenzial von NeuroTrackerals therapeutisches Instrument für Überlebende von Hirnverletzungen belegten, und wollte daher seine Praktikabilität als Telemedizinlösung bewerten.

Was wurde untersucht?

Das Team wollte insbesondere testen, ob die Einrichtung der Heimversion zu abweichenden Ergebnissen im Vergleich zur Laborversion führen würde. Die Hauptunterschiede lagen in der Größe des Bildschirms und der Methode zur Erzeugung des binokularen Stereo-3D- für die NeuroTracker .

Dazu führten sie eine direkte Vergleichsstudie mit zwei Teilnehmergruppen durch, die über einen Zeitraum von vier bis fünf Wochen an zwei Tagen pro Woche jeweils drei NeuroTracker Sitzungen absolvierten. Eine Gruppe absolvierte das Trainingsprogramm im Labor, die andere zu Hause.

Beide Gruppen bestanden aus freiwilligen Teilnehmern und waren hinsichtlich Alter (durchschnittlich 50 Jahre), kognitiver Gesundheit und Geschlechterverteilung vergleichbar.

Im Laboraufbau wurde ein aktives 3D- System mit einem 52-Zoll-3D-Fernseher verwendet. Dieses Verfahren nutzt spezielle Shutterbrillen, die 60 Mal pro Sekunde zwischen undurchsichtig und transparent wechseln und dabei abwechselnd jedem Auge ein anderes Bild präsentieren. Die Shutterbrille ist präzise mit dem 3D-Fernseher synchronisiert, wodurch jedem Auge schnell hintereinander unterschiedliche Bilder zugeführt werden können.

Für die Heimanwendung wurden Anaglyphen-3D-Brillen verwendet, die einen einzelnen Bildstrom durch Farbfilterung aufspalten. Dies geschieht mithilfe von Linsen, die speziell auf die Videowiedergabe der NeuroTrackerX-Software kalibriert sind. Der entscheidende Vorteil besteht darin, dass stereoskopisches 3D auf einem handelsüblichen Computer oder Fernsehbildschirm ohne spezielle Hardware realisiert werden kann. Alle Teilnehmer trainierten zu Hause an einem Computer mit einem 22-Zoll-Monitor, der von den Forschern bereitgestellt wurde.

Beiden Gruppen wurden klare Anweisungen zur Durchführung des Trainings gegeben, einschließlich des korrekten Sitzabstands zum 3D-Fernseher bzw. Computerbildschirm, um das gleiche Sichtfeld zu gewährleisten. Ein wesentlicher Unterschied bestand jedoch darin, dass die Laborgruppe persönlich betreut wurde, während die Heimgruppe das Training selbstständig durchführte.

Was wurde gefunden

Eine Machbarkeitsstudie ergab außergewöhnlich hohe Rekrutierungs- und Bindungsraten bei den freiwilligen Teilnehmern. Insbesondere für die Fernnutzer zeigten Fragebogenerhebungen eine hohe Benutzerfreundlichkeit des Programms, und die Schulungsdaten belegten eine 90%ige Erfolgsquote bei der selbstständigen Absolvierung des 4- bis 5-wöchigen Programms. Die 10 % der nicht abgeschlossenen Sitzungen betrafen Teilnehmer mit gesundheitlichen Problemen, wie beispielsweise einer notwendigen Operation, oder erheblichem Zeitmangel.

Die Trainingsdaten beider Gruppen wurden hinsichtlich der Ergebnisse einzelner Sitzungen, der Lernraten zwischen den Sitzungen und der Gesamtverbesserung analysiert.

Durchschnittliche Gruppenergebnisse – blaue Linie: Laborgruppe, orange Linie: Heimgruppe

Abgesehen von einem etwas höheren Ausgangsniveau für die Laborgruppe ergaben mehrere statistische Analysemethoden, dass die Leistung in beiden Gruppen nahezu identisch war (95%-Konfidenzintervall).

Abschließend stellten die Forscher fest:.

„NeuroTrackerX ist eine praktikable Methode für kognitives Training zu Hause im Forschungsbereich. Unter diesen Bedingungen legt diese Studie nahe, dass die Version für zu Hause ein sehr ähnliches Trainingsumfeld wie die Version im Labor bietet und für Forschungszwecke eingesetzt werden kann.“

Die Studie wurde durch die Strategie für patientenorientierte Forschung der Canadian Institutes of Health Research, einen Projektzuschuss der Canadian Institutes of Health Research und ein kanadisches Graduiertenstipendium der Canadian Institutes of Health Research finanziert.

Die frei zugängliche Studie kann hier gelesen werden.

Ein Protokoll für kognitives Ferntraining, entwickelt für den Einsatz in klinischen Populationen während der COVID-19-Pandemie

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