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Stellen Sie sich vor, Sie sind 80 Jahre alt, gesund und für Ihr Alter hochintelligent, leiden aber unter häufigen Gedächtnisproblemen, die Ihre Lebensqualität beeinträchtigen und Ihnen täglich Stress bereiten. Genau so erging es einem Mann aus Brasilien, der sich bereit erklärte, an einer Fallstudie zu kognitiver Intervention teilzunehmen.

Unter dem Kürzel „SZ“ erklärte er sich bereit, als einziger Proband an einer Studie von Neuropsychologen aus São Paulo teilzunehmen, die herausfinden wollten, ob kognitives Training die Auswirkungen des natürlichen Alterungsprozesses umkehren kann. SZ, verheiratet, Vater von vier Kindern und promovierter Architekt, absolvierte ein einjähriges Programm mit NeuroTracker und Gedächtnistraining, das sich über 32 Sitzungen erstreckte. Die Forscher wählten NeuroTracker da kognitives Training mit intensiver mentaler Aktivität vielversprechende Ergebnisse bei Gedächtnisstörungen gezeigt hatte. Um die Veränderungen im Zeitverlauf detailliert zu erfassen, absolvierte SZ zudem eine Vielzahl von Tests zur kognitiven Funktion vor, während und nach dem Training sowie mehrere Fragebögen zur Lebensqualität.

Und wie sieht es ein Jahr später aus? Das Training erwies sich als wirksam und führte zu Verbesserungen des episodischen und des Arbeitsgedächtnisses, der Gedächtnisstrategien und einer schnelleren Informationsverarbeitung. SZ zeigte zudem Verbesserungen in der Dauer- und Wechselaufmerksamkeit sowie eine überdurchschnittliche kognitive Flexibilität. Besonders vielversprechend war, dass sich die Lernkurven, gemessen anhand der NeuroTracker Werte, auch nach zwölf Monaten kontinuierlich verbesserten.

Noch wichtiger war vielleicht die Frage, ob SZ sich anders fühlte. Seine Ergebnisse im Fragebogen verbesserten sich hinsichtlich seiner subjektiv wahrgenommenen Aufmerksamkeit, seines Gedächtnisses, seiner Lebensqualität und seines Selbstvertrauens, begleitet von einer Verringerung der körperlichen und psychischen Stresssymptome. Auf Grundlage dieser Ergebnisse forderten die Neuropsychologen weitere Studien zur Vertiefung dieses Forschungsbereichs und kamen zu folgendem Schluss:

„Die Ergebnisse legen nahe, dass der Einsatz von NeuroTracker zum Training kognitiver Prozesse in kognitiven Rehabilitationsprogrammen zur Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen geeignet ist und bestätigen damit die Ergebnisse früherer Studien.“

Obwohl es sich hier um eine Einzelfallstudie handelt, sind die qualitativen Ergebnisse vielversprechend. Die Prozesse des normalen Alterungsprozesses können sich negativ auf alle Bereiche des täglichen Lebens sowie auf Familie und Freunde auswirken. Kognitive Therapien, die ohne die Kosten und Risiken von Medikamenten auskommen, einfach durchzuführen sind und wenig Zeit in Anspruch nehmen, könnten wesentlich zur Verlängerung der Lebensqualität im Alter beitragen. Es ist erfreulich, dass in diesem Bereich geforscht wird; hoffentlich ebnet dies den Weg für größere Studien.

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