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Im Bereich des kognitiven Trainingsist es nicht immer einfach, die Branchenführer zu erkennen. Wahre Vorbilder im kognitiven Training zeichnen sich jedoch durch die Qualität ihrer wissenschaftlichen Arbeit und ihre Trainingsmethoden aus.

In einer aktuellen Studietestete eine Gruppe von Sportwissenschaftlern verschiedene Interventionen im Bereich des Wahrnehmungs- und kognitiven Trainings. Dabei zeigte sich ein eindeutiges Ergebnis: Nicht alle kognitiven Trainingsprogramme sind gleichwertig.

Bewertung des kognitiven Trainings

Kognitives Training wird häufig im Hinblick auf die Verbesserung mentaler Funktionen wie Aufmerksamkeitssteuerung, Informationsverarbeitung und Entscheidungsfindung diskutiert. In Hochleistungssituationen ist die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auch bei steigenden Aufgabenanforderungen über einen längeren Zeitraum stabil zu halten, ein wichtiger Faktor – eine Fähigkeit, die Aufmerksamkeitsausdauer in der Vorbereitung auf Rallye-Weltmeisterschaften

In der Studie Dr. Zentgraf und sein Team eine Metaanalyse von Studien zum perzeptiv-kognitiven Training im Sport durch. Ziel der am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften in Deutschland durchgeführten Analyse war die Bewertung der Wirksamkeit von Interventionen im Bereich des perzeptiv-kognitiven Trainings bei Profisportlern.

Die Forscher erklärten, dass es im interaktiven Sport einige Schlüsselfaktoren für den Erfolg gibt. Erstens ist die Wahrnehmung und Vorhersage der Ballbewegung sowie der Aktionen von Mitspielern und Gegnern von größter Bedeutung. Zweitens ist es notwendig, basierend auf diesen Wahrnehmungen und Vorhersagen die richtige Aktion auszuführen.

Sportwissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass perzeptiv-kognitive Fähigkeiten eine wichtige Rolle bei der Unterscheidung von Spitzensportlern und Amateuren spielen. Dies gilt insbesondere für Mannschaftssportarten.

Untersuchung positiver Transfereffekte

Anhand strenger methodischer Qualitätskriterien wählten die Forscher aus ursprünglich 1.692 Studien 16 Studien zum perzeptiv-kognitiven Training aus. Zwei NeuroTracker Studien wurden aus diesen 16 ausgewählt, wobei eine davon als einzige eine ideale Stichprobengröße an Athleten aufwies. Alle Studien wurden anschließend von vier unabhängigen Experten begutachtet. Diese prüften die Studien anhand strenger Kriterien auf Hinweise auf Trainings- und Transfereffekte.

Das Hauptziel der Studie war es, Hinweise auf einen „Ferntransfer“ zu finden. Anders ausgedrückt: ob ein Training der perzeptiv-kognitiven Aufgabe zu einer Verbesserung von Fähigkeiten führen kann, die sich deutlich vom Training selbst unterscheiden. Ein Beispiel für einen „Ferntransfer“ wäre beispielsweise, wenn jemand mit dem Schachspielen beginnt und dadurch seine mathematischen Denkfähigkeiten verbessert.

In der Studie bezeichneten die Forscher den „Ferntransfer“ als „Goldstandard“ und als „entscheidenden Faktor für die Relevanz von Wahrnehmungs- und kognitivem Training im Sport“. Sie wiesen auch auf das Problem hin, dass „Transfer, egal ob nah, mittel oder fern, meist nicht empirisch untersucht wird“

Auszeichnung von Branchenführern

Etwa 60 % der Studien zeigten eine Leistungssteigerung außerhalb des Spielfelds in Tests, die der Trainingsaktivität ähnelten (naher Transfer). Dies schloss beide NeuroTracker Studien ein. Im Hinblick auf den „fernen Transfer“ erfüllten nur drei Studien die Kriterien für eine Überprüfung, und zwei davon zeigten eindeutig keinen Transfereffekt. Die verbleibende Studie mit NeuroTrackerzeigte einen zuverlässigen positiven Effekt – eine 15%ige Verbesserung der Passgenauigkeit im Wettkampffußball.

Andere aktuelle Meta-Analysen haben gezeigt, dass im Sport, auch bei Anfängern, häufig kein Transfer über größere Distanzen stattfindet. In diesem Zusammenhang leistet NeuroTracker Pionierarbeit in der kognitiven Sportwissenschaft.

Neubewertung der Ansichten zum positiven Transfer

Darüber hinaus stellt die Fußballstudie von NeuroTrackerbisherige Annahmen zum positiven Transfer in interaktiven Sportarten infrage. Eine gängige Annahme ist, dass für einen positiven Transfer die Trainingsbedingungen die entscheidenden Spielsituationen möglichst genau nachbilden müssen. Stellen wir uns beispielsweise Basketballspieler vor, die Dreipunktwürfe üben. Ein positiver Transfer würde eintreten, wenn sie dank des vielen Trainings in einem Wettkampfspiel einen Dreipunktwurf erfolgreich verwandeln.

Die Forscher vermuteten jedoch, dass die NeuroTracker -Fußballstudie gegenteilige Beweise liefern könnte. Nämlich, dass effektives Training nicht unbedingt eine hohe Ähnlichkeit der Aufgaben mit der Spielleistung erfordert. NeuroTrackernutzt beispielsweise eine 3D-Mehrobjekt-Trainingsmethode, um die Entscheidungsfähigkeit zu verbessern.

Wie bereits erwähnt, verbesserte NeuroTracker -Training die Genauigkeit der Passentscheidungen bei Fußballspielern. Folglich setzt NeuroTracker Forschung nicht nur den Standard für evidenzbasierte Transferleistungen, sondern definiert möglicherweise auch die Grenzen des Trainings sportlicher Leistung.

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