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Der vollständige Verzicht auf Nahrung wird oft mit religiöser Disziplin in Verbindung gebracht. In den letzten Jahren hat das Fasten jedoch bei Menschen, die sich gesundheitliche Vorteile erhoffen, an Popularität gewonnen. Die Theorie besagt, dass unsere Vorfahren regelmäßig Zeiten des Überflusses und der Hungersnot erlebten, wodurch unser Körper biologisch gut an längere Zeiträume ohne Nahrung angepasst wurde. Darüber hinaus aktiviert das Fasten Überlebensmechanismen, die den Körper aus dem Leerlauf in einen höheren Energiemodus versetzen.

Die Medizin scheint dem zuzustimmen: Zahlreiche Studien belegen die vielfältigen gesundheitlichen Vorteile des Fastens. Doch die Frage ist: Wirken sich diese Vorteile auch auf das Gehirn aus? Die Antwort lautet offenbar ja, und zwar möglicherweise mit schnellen und langfristigen Effekten. Im Folgenden werden einige wissenschaftliche Erkenntnisse gezeigt, wie eine Fastenpause die Gesundheit der grauen Substanz im Gehirn verbessern kann.

Steigerung der Produktion von Gehirnzellen

, eine moderne Entdeckung der Neurowissenschaften, Die Neurogenese ermöglicht es dem Gehirn, auch im hohen Alter noch Neuronen zu bilden. Eine gesteigerte Neurogenese steht nachweislich mit einer besseren Gehirnfunktion in Zusammenhang. Umgekehrt könnte ein vermindertes Wachstum neuer Neuronen bei vielen altersbedingten neurologischen Erkrankungen eine Rolle spielen.

Fasten regt nachweislich das Wachstum neuer Neuronen an. Die gute Nachricht dabei ist: Gehirnzellen können ein ganzes Leben lang bestehen bleiben!

Steigerung der Neuroplastizität

Wie wir bereits in einem früheren Blogbeitrag, ist Neuroplastizität die bemerkenswerte Fähigkeit unseres Gehirns, sich an Herausforderungen anzupassen und seine Leistungsfähigkeit zu steigern. Ein wichtiger Aspekt dabei ist das Wachstum und die Umstrukturierung neuronaler Verbindungen zwischen den Gehirnzellen. Und davon gibt es unzählige – etwa 100 Billionen! Je ausgeprägter Ihre Neuroplastizität ist, desto besser können Sie lernen.

Fasten steigert die Produktion eines wichtigen Proteins namens Brain-Derived Neurotrophic Factor (BDNF) um bis zu 400 %. BDNF gilt als „Wundermittel für das Gehirnwachstum“, da es dem Gehirn ermöglicht, sich kontinuierlich zu verändern und anzupassen. Dies macht die graue Substanz widerstandsfähiger und anpassungsfähiger, was wiederum Gedächtnis, Stimmung und Lernfähigkeit verbessert.

Entzündungen reduzieren

Studien belegen , dass Intervallfasten Entzündungen reduzieren kann. Dabei werden typischerweise zweimal pro Woche nur 25 % der üblichen Kalorienzufuhr zu sich genommen. Warum ist das gut fürs Gehirn? Übermäßige Entzündungen gelten als Ursache vieler Erkrankungen, die die Gehirngesundheit chronisch beeinträchtigen, wie beispielsweise Alzheimer und Demenz.

Fasten hilft unter anderem dadurch, dass es die Autophagie, alte oder beschädigte Zellen effizienter abbaut und so deren entzündungsfördernde Wirkung reduziert. Außerdem werden Ketone, die entstehen, wenn Fettspeicher anstelle von Zucker als Energielieferanten verbrannt werden. Ketone wiederum hemmen einen Teil des Immunsystems, der das Risiko für entzündliche Erkrankungen erhöht. Schließlich verbessert Fasten die Insulinsensitivitätund beugt so einem Anstieg des Blutzuckerspiegels und den damit verbundenen Entzündungen vor.

Stärkung von Energiesystemen

Überraschenderweise konnte gezeigt werden , dass Intervallfasten die mitochondriale Biogenese fördert – also die Bildung der biologischen Mechanismen, die für die Energieproduktion in jeder einzelnen Körperzelle verantwortlich sind. Wie die Batterien unserer Zellen wandeln sie die aufgenommene Nahrung buchstäblich in Energie um.

Dies ist wichtig für Ihr Gehirn, da es dabei Energie verbraucht, als gäbe es kein Morgen, und bis zu 25 % aller Kalorien Ihres Körpers beansprucht.

Steigerung des menschlichen Wachstumshormons

Das menschliche Wachstumshormon (HGH) besitzt, wenn es auf natürliche Weise im Körper produziert wird, starke Anti-Aging- und lebensverlängernde Eigenschaften. Genauer gesagt kann HGH die kognitiven Fähigkeiten verbessern und die Nervenzellen schützen, wodurch die Gesundheit des Gehirns erhalten bleibt.

Intervallfasten Es hat sich gezeigt auf natürliche Weise den HGH-Spiegel erhöht und dadurch Anti-Aging- und Langlebigkeitsvorteile für die Gehirngesundheit bietet.

Sich fit zu halten und auf seinen Körper zu achten, mag zwar ein gutes Ziel beim Fasten sein, aber die positiven Auswirkungen auf die geistige Gesundheit könnten Sie überraschen!

Die bemerkenswerte Neuroplastizität Ihres Gehirns

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