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Eltern von hochbegabten Kindern mit ADHS beschreiben die Stimmungsschwankungen ihrer Kinder oft als Achterbahnfahrt. Im einen Moment Freude und Begeisterung, im nächsten Tränen oder Wut.

Dieser „emotionale Peitschenhieb“ ist keine Manipulation. Es ist ein Nervensystem, das darum kämpft, Intensität und Regulierung in Einklang zu bringen.

Warum es zu einem emotionalen Schleudertrauma kommt

1. Intensität der Hochbegabung

Hochbegabte Kinder empfinden Emotionen intensiver. In Verbindung mit der Impulsivität bei ADHS kann diese Intensität kleine Auslöser zu großen Problemen führen.

2. Emotionale Dysregulation bei ADHS

ADHS ist eng mit Schwierigkeiten bei der Emotionsregulation verbunden. Kinder können schneller als Gleichaltrige zwischen Begeisterung und Verzweiflung schwanken.

3. Verzögerte Wiederherstellung

Nach emotionaler Überforderung brauchen Menschen mit ADHS länger, um wieder in ihren Ruhezustand zurückzufinden. Was wie eine „Überreaktion“ erscheint, ist in Wirklichkeit eine verlangsamte Selbstregulation.

Wie Eltern das emotionale Gleichgewicht fördern können

Strategie 1: Benennen Sie die Schwankungen wertfrei

Sag: „Ich sehe, dass sich deine Gefühle schnell geändert haben – das ist schwierig.“ Gefühle zu benennen hilft Kindern, sich verstanden zu fühlen, anstatt sich zu schämen.

Strategie 2: Instrumente zur Angebotsregulierung

  • Atem- oder Erdungsübungen
  • Körperliche Bewegung zur Freisetzung von Energie
  • Kreative Ausdrucksmöglichkeiten wie Tagebuchschreiben oder Zeichnen

Strategie 3: Aufmerksamkeit und Resilienz stärken

Mit der Zeit hilft Aufmerksamkeitstraining Kindern, innezuhalten, bevor sie reagieren. Der Aufbau von Regulationsfähigkeiten reduziert die Intensität von Gefühlsschwankungen.

Schlussbetrachtung

Emotionale Schwankungen bei hochbegabten Kindern mit ADHS sind kein Makel – sie zeigen, wie intensiv sie das Leben erleben. Mit Bestätigung, den richtigen Hilfsmitteln und Übung können sie lernen, diese emotionalen Höhen und Tiefen besser zu bewältigen.

Häufig gestellte Fragen

F: Wie kann ich zwischen normaler Stimmungsschwankung und emotionaler Dysregulation unterscheiden?
A: Bei ADHS sind Stimmungsschwankungen häufiger, intensiver und schwieriger zu bewältigen als typische Aufs und Abs.

F: Sollte ich emotionale Überreaktionen sofort korrigieren?
A: Nein. Eine Korrektur im Affekt ist oft kontraproduktiv. Warten Sie, bis sich die Situation beruhigt hat, und vermitteln Sie dann Bewältigungsstrategien.

F: Können sich Stimmungsschwankungen mit zunehmendem Alter bessern?
A: Ja. Mit Reife und Unterstützung entwickeln viele Kinder stärkere Regulationsfähigkeiten. ADHS erfordert jedoch oft kontinuierliche Unterstützung.

F: Welche Rolle spielt kognitives Training?
A: Kognitives Training kann Kindern mit ADHS helfen, ihre Resilienz zu verbessern, wodurch die Schwere und Häufigkeit von Stimmungsschwankungen reduziert wird.

Referenzen

  • Dabrowski, K., & Piechowski, MM (1977). Theorie der Stufen der emotionalen Entwicklung. Oceanside, NY: Dabrowski Science.
  • Shaw, P., Stringaris, A., Nigg, J. & Leibenluft, E. (2014). Emotionale Dysregulation bei ADHS. American Journal of Psychiatry, 171(3), 276–293.
  • Faraone, SV, Rostain, AL, Blader, J., Busch, B., Childress, AC, Connor, DF & Newcorn, JH (2019). Practitioner review: Emotional dysregulation in ADHS. Journal of Child Psychology and Psychiatry, 60(2).

Hinweis zur Querveröffentlichung

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Breakthrough ADHD und wird hier mit freundlicher Genehmigung erneut abgedruckt.

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