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Seit ich meinen Blog „Grieving Maman“, schreibe ich hauptsächlich über Trauer, Trauma und die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), die wir nach unserem tragischen Unfall erlebt haben. Dieser Artikel ist der erste einer Reihe von Beiträgen darüber, wie ADHS zusätzliche Herausforderungen für unsere Familie mit sich bringt.

Letzte Woche erhielten wir die Ergebnisse einer neuropsychologischen Untersuchung, die bei meinem Sohn Maxandre durchgeführt wurde, um festzustellen, ob er an Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leidet. Das Ergebnis: ADHS mit Hyperaktivität/Impulsivität und oppositionellem Trotzverhalten. Diese Ergebnisse hatten wir erwartet; eine andere Diagnose hätte uns überrascht. Ich möchte hier meine Erfahrungen schildern, um hoffentlich anderen Familien in ähnlichen Situationen zu helfen.

Die Diagnose kann positiv sein

Der Neuropsychologe hat sich die Zeit genommen, uns telefonisch zu erklären, warum bei Maxandre ADHS mit Impulsivität und oppositionellem Verhalten diagnostiziert wurde. Wir freuen uns über die professionelle Diagnose, die uns helfen wird, Maxandre besser zu unterstützen. Alles in allem sind das gute Neuigkeiten für uns! Wir erwarten den ausführlichen schriftlichen Abschlussbericht des Neuropsychologen in der kommenden Woche.

Im vergangenen Jahr habe ich viel zu diesem Thema gelesen. Da die Kinder aufgrund der Pandemie und des Online-Unterrichts die meiste Zeit zu Hause waren, konnte ich auch hautnah miterleben, wie sich ADHS äußert. Die Betreuung und Förderung eines Kindes mit ADHS beim Online-Unterricht bringt einige Herausforderungen mit sich. Diese Erfahrung hat mir zu 99 % die Gewissheit gegeben, dass Maxandre ADHS hat. Ich konnte die Unterschiede zu anderen Schülern deutlich sehen.

Es gibt keinen Grund, sich zu schämen

Eines der größten Missverständnisse, die manche Menschen über ADHS haben, ist die Annahme, es hänge mit der Erziehungsmethode der Eltern zusammen (also mit „schlecht erzogenen Kindern“). Das stimmt nicht. Wir haben es selbst mit unseren beiden Söhnen erlebt. Obwohl sie im selben Umfeld aufwuchsen, waren sie grundverschieden, obwohl beide sehr aktiv waren!

Studien zeigen, dass ADHS eine neurologische Entwicklungsstörung , die zu Unterschieden im Gehirn. Das bedeutet, dass das Gehirn von Menschen mit ADHS anders funktioniert. Da es sich um eine neurologische Störung handelt, können die Symptome von einem Kind nicht beeinflusst werden. Deshalb ist es nichts Schlimmes daran, ein Kind mit ADHS zu haben und darüber zu sprechen. Wir müssen das Kind unterstützen und uns von seinem Verhalten nicht entmutigen lassen!

Die Herausforderungen verstehen

Unten finden Sie eine Infografik, die ich erstellt habe, um zu verdeutlichen, warum der Umgang mit ADHS so schwierig sein kann. Ich habe das Thema „Herausforderungen“ gewählt, da das Erkennen der Symptome der erste Schritt für Eltern ist. Die Infografik listet einige der häufigsten Schwierigkeiten innerhalb von Familien auf, insbesondere vor einer Diagnose. Es ist wichtig, dass wir alle – Eltern, Großeltern und andere Bezugspersonen – auf entsprechende Anzeichen achten. Noch wichtiger ist es, dass Eltern sich mit ihrer Frustration nicht allein gelassen fühlen.

Die meisten der unten aufgeführten Herausforderungen treten eher im Alltag und in der Schule auf. In fröhlicheren Situationen (z. B. beim Besuch von Freunden oder Großeltern) sind diese Probleme hingegen weniger offensichtlich. Daher müssen wir genauer hinschauen und vorschnelle Urteile vermeiden, insbesondere wenn wir nicht am Alltag des Kindes teilhaben!

Nicht alle unten aufgeführten Verhaltensweisen treten zwangsläufig bei allen Familien und Kindern mit ADHS auf. Die in der Infografik dargestellten Situationen kommen bei Kindern mit ADHS lediglich häufiger vor. Jedes Kind ist einzigartig. Eine Liste der Quellen, die ich vor der Erstellung der Infografik konsultiert habe, finden Sie weiter unten.

Wenn Ihnen dieser Beitrag geholfen hat, teilen Sie ihn bitte mit anderen Familien, denen er ebenfalls helfen könnte. Und falls Sie Eltern eines Kindes mit ADHS sind, zögern Sie nicht, ihn mit Ihrer Familie oder Ihren Freunden zu teilen – sie werden Ihre Situation danach vielleicht besser verstehen!

Besuchen Sie doch auch gerne meinen Blog „ Grieving Maman“. Dort teile ich unsere Erfahrungen mit ADHS, aber auch meine persönlichen Ansichten zu Familien mit besonderen Bedürfnissen, Trauer, Trauma und Depression – und wie wir uns gegenseitig in schwierigen Zeiten unterstützen.

Referenzen

1. ADHS 101 – Warum Kinder mit ADHS andere Erziehungsstrategien benötigen

2. Soziodemografische und klinische Korrelate des Erziehungsstils bei Eltern von Kindern mit ADHS

3. Kinder mit ADHS erleiden mehr Verletzungen

4. Die Lösung für ein unordentliches Schlafzimmer (und einen unordentlichen Rucksack und Spind) bei Kindern mit ADHS

5. ADHS: Höhere Erwartungen an die Hausarbeit

6. Hyperaktiv und ungeschickt: derselbe Kampf

7. ODD vs. ADHS: Die Fakten über oppositionelles Trotzverhalten und Aufmerksamkeitsdefizit

8. Oppositionelle Trotzstörung

9. Oppositionelle Trotzstörung: Wenn Ihr Kind nicht einfach nur „schwierig“ ist

10. ADHS und die Epidemie der Scham

11. Lösungen für Eltern mit ADHS-bedingtem Burnout

12. Aufwachsen mit ADHS

13. Entwicklungsbedingte ADHS

14. Umgang mit Scham bei ADHS

15. ADHS mit oder ohne Hyperaktivität

16. Daten und Statistiken zu ADHS

17. Hyperaktivität und Verhaltensstörungen: umstrittene Diagnosen

18. Gemeinsam für eine bessere Unterstützung junger Menschen

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