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Die heutigen Sportgrößen haben alle mindestens eine Geschichte über Legenden zu erzählen, die sie auf ihrem Weg zum Ruhm inspiriert haben. Hier finden Sie eine Auswahl wahrhaft ikonischer Persönlichkeiten der Leichtathletik und die prägenden Momente ihrer Karrieren.

Roger Bannister durchbricht die 4-Minuten-Grenze

Bannister wurde zur klassischen Sportlegende, nicht so sehr aufgrund seiner sportlichen Leistungen, sondern weil er etwas wagte, das viele Experten für unmöglich hielten. Diese faszinierende Idee der damaligen Zeit war das Durchbrechen der „Meile-Grenze“. Viele Männer haben seitdem die Meile in unter vier Minuten zurückgelegt, aber als Roger Bannister dies 1954 als Erster schaffte, verschob er die Grenzen des für die Menschheit Machbaren. Die Nachricht löste weltweit einen Schock aus und inspirierte Generationen von Athleten, das Unmögliche zu bezwingen.

Jesse Owens gewinnt 4 Goldmedaillen

Die Olympischen Spiele vor dem Zweiten Weltkrieg waren von zahlreichen politischen Intrigen geprägt. Hitler nutzte die Spiele von 1936 bekanntlich, um die Überlegenheit der Arier zu demonstrieren und die Minderwertigkeit der afrikanischen Rasse hervorzuheben. Hinzu kam, dass die USA tief in rassistische Spannungen verstrickt waren. Jesse Owens reiste zu den Olympischen Spielen unter all diesen politischen Turbulenzen. Trotzdem schrieb er mit seiner Schnelligkeit und Entschlossenheit Geschichte und kehrte mit Goldmedaillen über 100 Meter, 200 Meter, im Weitsprung und in der 4-mal-100-Meter-Staffel aus Berlin zurück. Die Macht der Politik, die sich im Erfolg eines einzelnen Athleten manifestierte, wird unvergessen bleiben.

Emile Zatopek dominiert alle Langstreckenwettbewerbe

Nach seinen Siegen über 5.000 und 10.000 Meter bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki stand Emil Zátopek kurz davor, auf denkbar kühnste Weise zur Sportlegende zu werden. Mit seiner außergewöhnlichen Persönlichkeit und einem knallharten Trainingsprogramm als Erfolgsrezept beschloss der Tscheche, den Marathonlauf in Angriff zu nehmen – eine Distanz von 42 Kilometern, mehr als viermal so lang wie die 10.000 Meter. Der Haken an der Sache: Er war noch nie in seinem Leben einen Marathon gelaufen! Natürlich galt er als absoluter Außenseiter. Hinzu kam, dass er gegen Jim Peters antrat, einen britischen Läufer, der erst wenige Wochen zuvor den Weltrekord pulverisiert hatte.

Zátopek holte Peters auf halber Strecke ein und fragte ihn, ob das Tempo zu hoch sei. Peters erwiderte fälschlicherweise, es sei zu langsam, um ihn zu verunsichern. In einer Szene, die selbst in einem Film kitschig wirken würde, reagierte Zátopek sofort, indem er das Tempo anzog und dem Sieg souverän entgegenfuhr. Es war wohl der größte Sieg eines Sportneulings aller Zeiten.

Bob Beamon springt in die Geschichtsbücher

Einen neuen Weltrekord in einer Sportart aufzustellen, erfordert enormen Fleiß und harte Arbeit, um den alten Rekord überhaupt nur minimal zu übertreffen. Bob Beamon schrieb bei den Olympischen Spielen 1968 Geschichte mit einem so gewaltigen Sprung, dass er völlig unerwartet kam. Er schwebte durch das Stadion in Mexiko-Stadt und übertraf den bisherigen Rekord um fast 60 Zentimeter. Er sprang so weit, dass das olympische Messsystem nicht ausreichte, und so musste spontan eine neue Methode entwickelt werden.

Als Beweis für die Größe eines Rekords konnte niemand Beamons Sprung über ein Jahrzehnt lang übertreffen, und auch ein halbes Jahrhundert später wurde er kaum verbessert. Bob Beamon, Mitglied der National Track and Field Hall of Fame, ist der Inbegriff eines Rekordbrechers.

Michael Johnson gewinnt die 200 Meter in perfekter Manier

Mit seinem fast schon ungelenken und lässigen Laufstil widersprach Johnson den Stereotypen eines Superathleten. Obwohl er im Laufe seiner erfolgreichen Karriere zahlreiche olympische und Weltmeisterschafts-Goldmedaillen gewann, war es sein Aufstieg zur Legende bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta im eigenen Land, der ihn in die Geschichte eingehen ließ.

Johnson schrieb Geschichte, indem er als erster Mann bei denselben Olympischen Spielen sowohl die 400 Meter als auch die 200 Meter gewann. Der Höhepunkt seiner Karriere war jedoch der atemberaubende Weltrekord von 19,32 Sekunden. Er unterbot nicht nur seine eigene Bestzeit, sondern verbesserte sie um mehr als drei Zehntelsekunden – die größte jemals erzielte Verbesserung des 200-Meter-Weltrekords. Da Weltrekorde in Meisterschaftsfinals äußerst selten fallen, markierte Michael Johnsons Leistung einen Wendepunkt für die Definition des ultimativen Athleten.

Dick Fosbury erfindet den Hochsprung neu

Das Sprichwort „Not macht erfinderisch“ trifft auf Dick Fosbury voll und ganz zu. Jahrelang hatte er mit der Scherensprungmethode trainiert und sich dann schwergetan, sich an die neuere und beliebtere „Western Roll“-Technik zu gewöhnen, bei der man mit dem Gesicht voran über die Stange springt. Anstatt zum Scherensprung zurückzukehren, entwickelte er seine eigene revolutionäre Technik. Die Ergebnisse waren verblüffend. An einem einzigen Nachmittag verbesserte er seine persönliche Bestleistung um fast 15 Zentimeter.

Der „Fosbury-Flop“ erlangte bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko Berühmtheit, als er seine scheinbar bizarre Technik der Weltöffentlichkeit präsentierte und in einem nervenaufreibend knappen Finale die Goldmedaille gewann. Diese Leistung setzte den Maßstab dafür, was es bedeutet, im Streben nach dem Sieg wahrhaft kreativ zu sein.

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